Lambdasonden prüfen
Aus Windstar Know-How
In der Lambdasonde wird das Spannungsignal durch chemische Reaktionen erzeugt. Leider verbraucht sie sich dabei im Laufe der Zeit und es wird kein korrektes Steuersignal mehr erzeugt. Die Lambdasonde muss ausgetauscht werden.
Generell lässt sich sagen, dass Lambdasonden nach Herstellerangaben zwischen 60.000 und 100.000km getauscht werden sollten, da sie dann schon bald verbraucht sind.
Ist eine Lambdasonde defekt, wird dies auch durch die OnBoard Diagnose (OBD) erkannt und im Fehlerspeicher abgelegt.
Die "CheckEngine"-Lampe leuchtet - eine von vielen Ursachen für das leuchten der Kontrolllampe.
In manchen Fällen kann es aber auch sein, daß andere Umstände zu dieser Fehlermeldung geführt haben. Beispielsweise kann die Steckverbindung gelockert sein, oder die Kontakte sind verschmutzt bzw. oxydiert. Bei den geringen Spannungen ist ein guter Kontakt sehr wichtig!
Um sicher zu gehen, daß wirklich die Lambdasonde defekt ist, sollte man folgende Messungen durchführen, bevor eine neu Lambdasonde gekauft und eingebaut wird.
| Die Lambdasonde der Bank 1 liegt etwas schlecht erreichbar auf der Rückseite des Motors. Am besten geht es von unten, wenn der Wagen sicher mit Unterstellböcken angehoben wird. | |
| Die Lambdasonde der Bank 2 ist auf der Vorderseite des Motors angebracht und kann auch von oben erreicht werden. Da der Wagen aber sowieso schon angehoben ist tut man sich auch hier leichter, wenn man von unten arbeitet.
Hier auf diesem Bild kann man auch gut die grüne (aber verschmutze) Steckverbindung erkennen. Diese muss bei beiden Sensoren getrennt werden. | |
| Die Heizspannung wird an der Buchse der Steckverbindung kontrolliert. Dazu muss die Zündung eingeschaltet sein. Die Spannung zwischen den beiden Kontakten (+B <-> GND) sollte größer als 10V sein. Im Normalfall misst man die Batteriespannung (ca. 12V), bzw. die Generatorspannung (ca. 14V) wenn der Motor läuft. | |
| Das Sensorsignal misst man am Stecker der Steckverbindung (geht zur Lambdasonde). Dazu muss aber unbedingt der Motor laufen!
Es ist dementsprechend Vorsicht geboten, wenn man sich unter dem Fahrzeug befindet! Wenn die Lambdasonde durch die Abgase auf Betriebstemperatur gebracht wurde, dann sollte man zwischen den beiden Kontakten (SIG <-> GND) eine Spannung von 0.7V bis 0.9V messen. Dies entspricht einem fetten Kraftstoffgemisch. Das PCM regelt die Kraftstoffeinspritzung in den fetten Bereich, da es wegen der geöffneten Steckverbindungen keine Spannung vom Sensor erhält. Kein Signal bedeutet mageres Gemisch (eigendlich 0.1V bis 0.3V) und das PCM versucht es fetter zu regeln. Sind nicht beide Steckverbindungen getrennt, dann nimmt das PCM das Signal der noch angeschlossenen Sonde und regelt danach das Gemisch. In diesem Fall variiert die gemessene Spannung zwischen 0.1V und 0.9V. Wird keiner der beiden Extremwerte von 0.1V bzw. 0.9V annähernd erreicht - 0.2V Abweichung gehen gerade noch in Ornung - , dann ist die Sonde defekt und muß getauscht werden. |


